Yin und Yang

Das YIN und YANG-Konzept ist die wichtigste und unverwechselbarste Theorie der TCM (traditionell chinesische Medizin). Dieses Konzept hat die östliche Philosophie über die Jahrtausende durchdrungen und unterscheidet sich völlig von jeglichen westlichen philosophischen Ideen. Sein Verständnis ist die wichtigste Voraussetzung für Qigong.

Die östliche Philosophie bezeichnet das Prinzip der polaren Entsprechnungen und Ergänzungen als YIN und YANG. Polarität ist nicht unvereinbarer Gegensatz (Widerspruch), sondern Ergänzung und Entsprechung im Sinne zweier wesensverschiedener Aspekte eines höheren Ganzen. Polarität ist aus der Einheit geboren und schließt den Begriff der Ganzheit ein. Die Pole ergänzen einander, sind untrennbar miteinander verbunden.

Die Monade (das Taiji) drückt dies als Bild sehr klar aus. Jedes Teil des Ganzen trägt den anderen Teil als Kern in sich und kann so zum anderen werden, sich wandeln. Der weiße Teil steht für YANG (dynamisch, fortschreitend, Licht…..) der schwarze Teil für YIN (bewahrend, beschützend, strukturierend, stabilisierend…..)

Alles ist immer ein Teil eines größeren Ganzen, nichts ist absolut, sondern immer RELATIV, immer in ständiger Veränderung, in stetem Wandel.

Yin – Yang – Prinzip

es kommt darauf an
sowohl als auch
im Vergleich zu

Nichts ist ausschliesslich Yin oder Yang

Es heißt nicht, der Tag ist hell und die Nacht ist dunkel, sondern, im Vergleich zum Tag ist die Nacht dunkler, im Vergleich zur Nacht, ist der Tag heller.

Um Mitternacht beginnt bereits der Tag und um 12 Uhr mittags beginnt bereits die Nacht.

Alle Phänomene der Welt lassen sich dem Grundprinzip von YIN und YANG zuordnen.
YIN und YANG dürfen nie isoliert betrachtet werden. Obwohl sie gegensätzlich sind, sind sie auch voneinander wechselseitig abhängig. Eines kann ohne das andere nicht existieren.

Ohne Aktivität gibt es keine Ruhe, ohne Ausdehnung kein Zusammenziehen, usw. Als symbolischer Ausdruck dieses Gesetzes ist im TAIJI immer der „Kern“ des einen Aspekts im großen Feld des anderen zu finden. Wenn ein Aspekt sein Maximum des Wirkens erreicht hat, beginnt gesetzmäßig der andere (aus dem Kern) zu wachsen.

Der Begriff Transformation ist im chinesischen Denken außerordentlich wichtig, er beschreibt den Übergang von einem Zustand in den anderen, am Höhepunkt der Flut setzt die Ebbe ein, der Sommer geht in den Herbst über etc.

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